Entwicklungszusammenarbeit

Auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit setzt sich NARUD e.V. für eine Verbesserung der Gesundheits- und allgemeinen Versorgungsinfrastruktur, die Bildung mit Schwerpunkt auf beruflicher Professionalisierung, die Stärkung der Zivilgesellschaft und die Reduktion von Armut, derzeit v.a. in Kamerun ein. Die Migrationserfahrungen aus verschiedenen Ländern Afrikas, die unsere Mitglieder, die Vereinsführung und große Teile unserer Zielgruppen in Deutschland mitbringen, verleihen dem Verein Einblicke in aktuelle Situationen und ermöglichen, Entwicklungen richtig zu interpretieren und befähigen. Durch die enge und etablierte Zusammenarbeit mit der kamerunischen Organisation ADDC (Assosacion pour le Développement Durable du Cameroun) ist gewährleistet, dass die Projektideen stets aus den Zielgruppen kommen, die Zielsetzungen an lokalen Afrikanischen Perspektiven orientiert sind und die Maßnahmen so ausgestaltet werden, dass sie wirklich nachhaltige Wirkungen bringen.

Gleichzeitig verschafft diese Art der Projektarbeit Erkenntnisse, die häufig in Gegensätzen zu in Deutschland verbreiteten Annahmen über die Entwicklungsbedingungen in Afrika stehen. Auf dieser Basis bringt sich NARUD in Entwicklungspolitischen Gremien und Plattformen in Deutschland ein und regt dort eine kritische Reflexion für ein neues Verständnis von wirklich partnerschaftlicher Entwicklungszusammenarbeit an. Im Sinne der nachhaltigen Entwicklungsziele sind somit alle Länder als Entwicklungsländer zu verstehen.

Auch in die entwicklungspolitische Bildungsarbeit von NARUD e.V. in Deutschland fließen die in Entwicklungsprojekten gewonnenen Einblicke, Handlungsprinzipien und Good Practice Beispiele der ein.
Die jüngeren Projekte finden an den Schnittstellen urbanen und ruralen Lebens statt. Zusammen mit ADDC und weiteren lokalen Partnern verbessern wir die Allgemein- und Berufsbildungs-Infrastruktur, sowie die Trinkwasser- und Gesundheitsversorgung. Stets verfolgen wir dabei auch die Ziele, Arbeitsplätze zu schaffen, Wissen und Bewusstsein in der Bevölkerung aufzubauen und die teilweise marginalisierten Bürger*innen-Gruppen zu mehr zivilgesellschaftlicher Beteiligung und Teilhabe zu ermächtigen. Dabei werden auch Schnittstellen zur Verwaltung aufgebaut.

Die Projekte werden zumeist ergänzt durch Informations- und Sensibilisierungskampagnen, u.a. über das Radio. Die Projekt-Errungenschaften werden weiter begleitet und ihre Reichweite stückweise ausgebaut.
Im Ergebnis wurden in den letzten Jahren insgesamt sechs Schulgebäude errichtet, darunter eine Berufsschule mit 200 Ausbildungsplätzen. Das Dorf Koupa-Matapit wird mit Trinkwasser versorgt und lokale Fachleute zur Selbstverwaltung und Instandhaltung ausgebildet. In Fumban ist ein Medizinisches Labor entstanden.