Als migrantischer Verein, der u.a. in den Bereich Partizipation seit mehr als einem Jahrzehnt tätig ist, wissen wir, dass eine umsichtige Stadtteilentwicklung von großer Wichtigkeit ist, damit sich alle Menschen in der Gesellschaft anerkannt und dazugehörig fühlen können. 
Familienzentren, Selbsthilfeinitiativen, Nachbarschaftsinitiativen, Stadtteilkoordinationen, Quartiersmanagement-Gebiete, Regional-AGs, Elternmitwirkung in den Schulen, Runde Tische und weitere Gremien und Foren bieten Menschen die Möglichkeit, sich aktiv in die Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes einzubringen. 
Diese Strukturen werden allerdings kaum von migrantischen Gemeinschaften, insbesondere jenen sogenannter Drittstaatsangehöriger, genutzt. Das liegt einerseits an fehlenden Kenntnissen zu den Beteiligungsstrukturen seitens eines großen Teils dieses Personenkreises, zum anderen an den Inklusionshürden.
Für NARUD e.V. ist die gegenseitige Stärkung von Drittstaatsangehörigen daher im besonderen Fokus. Indem eine Vernetzung, untereinander genauso wie mit weiteren gesellschaftlichen Akteur*innen, stattfindet, können wertvolle Kenntnisse erlangt werden, die gebraucht werden, um die Gesellschaft, die Nachbarschaft oder den Sportverein insgesamt stärker mitzugestalten. NARUD e.V. setzt sich dafür ein, die massive Ausgrenzung, die Migrant*innen aus dem Globalen Süden in Deutschland erfahren, entgegenzuwirken. Zum Beispiel in der Förderung von Kiez- und Community Netzwerken, in der Beratung und durch Qualifizierungsangebote für Multiplikator*innen aus der Community, damit ihre Perspektiven und Bedürfnisse stärker im Vordergrund stehen können. Ein wichtiger Rahmen dafür ist das Projekt “Starke Netzwerke für Teilhabe und Empowerment”. 
Die Expertise der Menschen, die aus Afrikanischen Ländern zugewandert sind, spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie wissen, an welchen Stellen die Partizipationsbereitschaft und -bedingungen noch zu verbessern sind, und bringen durch ihre Migrationserfahrung eine hohe interkulturelle Kompetenz mit.