Dienstag, 20 September 2016 12:11

Fachtag 2017

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NARUD e.V. lädt im Jahr seines 10-jährigen Bestehens herzlich ein:

FACHTAG 2017 zu Flucht(ursachen) und Migration

Die Diaspora auf der Suche nach Wegen der politischen Einflussnahme

4. November 2017, 10-17 Uhr August Bebel Institut, Müllerstr. 163, 13353 Berlin (1. Stock)

 

Liebe Interessierte,

bitte merken Sie sich das Datum 4.11. für den diesjährigen NARUD-Fachtag „Die Diaspora auf der Suche nach Wegen der politischen Einflussnahme“ vor.

Im Kontext der seit 2012 verstärkt auch bis Deutschland kommenden hohen Zahl von Flüchtenden, sowie der zahllosen Todesopfern bei der Flucht über das Mittelmeer hat das Thema "Flucht und Migration" an Bedeutung gewonnen und stellt sowohl die internationale Gemeinschaft, als auch Kommunen und ihre lokale Bevölkerung vor komplexe Herausforderungen. Weltweit befinden sich laut UNHCR weit mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Gründe dafür sind vielfältig: politische Verfolgung, sozioökonomische Gründe oder auch Auswirkungen des Klimawandels. Dagegen werden in der öffentlichen Debatte Fluchtursachen auf akute Kriege und Konflikte, politische Verfolgung oder eine schlechte Menschenrechtssituation reduziert. Dazu ist jedoch auch die weit verbreitete Perspektivlosigkeit junger Menschen in vielen afrikanischen Gebieten zu berücksichtigen. Eine Abschottung Europas hinsichtlich legaler Migration bei gleichzeitiger Handlungsfreiheit für neokoloniale Wirtschaftsaktivitäten ist somit auch zu den Fluchtursachen zu zählen.

NARUD e.V. ist der Überzeugung, dass es nur dann einen sensiblen Umgang der sog. Mehrheitsgesellschaft mit den Komplexitäten der Flucht- und Migrationsthematik geben kann, wenn vermehrt entwicklungspolitische Aspekte unter Betrachtung von endogenen und exogenen Fluchtursachen in die Öffentlichkeit gebracht werden - und Migrant_innen dabei eine aktivere Rolle spielen.

Als migrantische Organisation erleben wir momentan eine Neuausrichtung verschiedener afrikanischer Regierungen, dahingehend, dass die in Europa und Deutschland lebende Diaspora mehr als relevante Akteurin wahrgenommen wird. Wir wollen diesem Trend auch in Deutschland zuarbeiten und einerseits unter Geflüchteten und Migrant_innen das Bewusstsein über die eigenen besonderen Erfahrungs- Beziehungs- und Wissens-Ressourcen und damit einhergehende Verantwortungsübernahme fördern. Zum anderen bedarf es für eine gesteigerte Bereitschaft seitens Politik und Verwaltung, die Diaspora in Entscheidungsprozesse einzubinden, einer vertieften Debatte zwischen Expert_innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und politischen Akteur_innen.

Diesen inhaltlichen und persönlichen Austausch wollen wir auf dem Fachtag realisieren. Nach mehreren Impulsbeiträgen sollen auch die Fachtags-Teilnehmer_innen in der Diskussionsrunde zu Wort kommen. Am Nachmittag finden dann zu spezifischeren Themen Workshops statt.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen! Das detaillierte Programm und nähere Informationen zu Ort und Zeit folgen in Kürze.

Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder +49 (0) 30 915 154 16

Mit freundlichen Grüßen,

Das Team vom NARUD e.V.

mit Geschäftsführer Aziz Lamere

 

NARUD Network African Rural and Urban Development e.V.

Genter Straße 7, 13353 Berlin

Tel. 030 / 91515416 www.narud.org • www.facebook.com/narudberlin

 

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Fachtag 2016

Die Kontroverse von Flucht und Migration ist mit der Schließung der Balkanroute wieder zu ihrem anfänglichen Schauplatz zurückgekehrt. Vor allem „Afrika“ und das Schicksal afrikanischer Flüchtlinge rückt die Fluchtbewegung im euro-mediterranen Raum in den Fokus der Debatte.

Afrika befindet sich im Spannungsfeld einer fehlgeleiteten Entwicklungspolitik, der vermeintlichen Perspektivlosigkeit der jungen Generation sowie zahlreicher sich ausweitender Krisenszenarien.

Der allgemeinen Wahrnehmung entgeht oft, dass Migration und Flucht überwiegend innerhalb Afrikas stattfindet. Hieraus ergeben sich insbesondere für die Nachtbarstaaten
der fragilen Regionen wie Eritrea, Süd Sudan oder Zentralafrika immense Herausforderungen. Dieser Umstand stellt den oft zitierten Leitgedanken der AU - „Afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme“ einmal mehr auf eine harte Probe.

Im Rahmen des Fachtages werden die aktuellen Ansätze der europäischen Migrations- und Entwicklungspolitik, welche lediglich die Symptome, jedoch nicht die
Ursachen der Fluchtbewegungen bekämpfen, kritisch hinterfragt und nach neuen Ansätzen gesucht werden.
Dabei soll ebenfalls die Rolle der afrikanischen Diaspora und Politik beleuchtet werden, welchem Maße diese zur Verbesserung der Situation vor Ort leisten können.

Keynotes der Plenardebatten:
• Afrikanische Ansätze und Handlungsoptionen der Migrationspolitik I.E. Botschafterin Sitona Abdalla Osman, Republik Südsudan
• Die europäische Migrationspolitik im Spannungsfeld zwischen Afrika und Europa Sophia Wirsching - Referentin Brot für die Welt
• Kommunen in der „Einen Welt“ – Städtepartnerschaften als Instrument zur Steuerung von Migration Kevin Borchert - Engagement Global
• Flucht und Migration – Afrikanische Diaspora als entwicklungspolitischer AkteurEmmanuel Mbolele - Autor und politischer Aktivist aus DR Kongo
• Bestimmungsfaktoren von Effektivität und Unzulänglichkeit von Strategien zur Migrationseindämmung in Subsahara-Afrika, Dr. Salua Nour - Politikwissenschaftlerin an der FU Berlin

Parallel stattfindende Workshops:
• African solutions to African problems Amza Njikam - Experte für internationales Recht
• Kooperationen von Willkommensinitiativen, Migrantenorganisationen, NROs und zivilgesellschaftlichen Akteuren Rita Booker Solymosi - interkulturelle Kompetenztrainerin
• SDGs im Blickwinkel von Flucht und Migration Idriss T. Nsangou - Afrikaexperte

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist für Sie kostenfrei. Wir bitten um eine kurze Teilnahmebestätigung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch
unter 030 915 15 416. Bitte geben Sie dabei an, ob Sie eine deutsch-französische Übersetzung wünschen. Die Veranstaltung wird fotografisch und audiotechnisch dokumentiert.

Gelesen 1680 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 07 September 2017 10:13
NARUD

NARUD e.V. steht für Network for African Rural and Urban Development und ist seit 2005 tätig. Wesentliche Schwerpunkte der Arbeit sind Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Der Verein ist in der entwicklungspolitischen Landschaft gut vernetzt, so ist NARUD e.V. Mitglied des Berliner Entwicklungspolitischem Ratschlags, ist im Vorstand vom moveGlobal und Mitlgied im Netzwerk Globales Lernen von EPIZ. Weiterhin arbeitet der Verein mit vielen unterschiedlichen Initiativen, wie Bengo, GIZ, CIM auf nationaler oder mit der „Association pour le development durable du Cameroun“ (ADDC) auf internationaler Ebene zusammen.

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