Montag, 18 Januar 2016 12:17

Berufsschule für Schneiderei und Modedesign, Foumban

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Ziel : Verbesserung der beruflichen Bildung in Foumban und Chancengleichheit unter dem Leitbild des lebenslangen Lernens

Gründung eines ersten dualen Ausbildungszentrums für die berufliche Bildung im Schneiderhandwerk für 200 Jugendliche

 

Foumban ist berühmt für die Fertigung und den Vertrieb von in Kamerun und Westafrika produzierten Geweben, Stoffen und traditionellen Gewändern aus Baumwolle, genannt Pagne, und für die einzigartige Stammeskultur der Bamum. Durch traditionelle Feste, an denen tausende Menschen die Stadt besuchen, herrscht eine hohe Nachfrage, die das Schneiderhandwerk zu einer bedeutenden Branche in Foumban macht. Trotzdem gibt es in Foumban keine Berufsschule für Mode und Schneiderei.

 

Vor allem jugendliche SchulabbrecherInnen - vermehrt Mädchen, die im zum Großteil muslimisch geprägtem Norden und den Westregionen wie Foumban nicht immer die Möglichkeit haben, die Schule weiter zu besuchen, da Schulgebühren im Vergleich zum Einkommen der Familien hoch sind und die Jungen bei der schulischen wie beruflichen Bildung bevorzugt werden - haben darunter zu leiden und lassen sich ohne Zertifizierung oder staatliche Anerkennung im informellen Sektor schulen. Dadurch ergeben sich andauernde rechtliche und finanzielle Unsicherheiten, vor allem für Frauen und junge Mädchen. Wir möchten dieser marginalisierten Bevölkerungsgruppe daher eine Ausbildung ermöglichen um ihre Eigenständigkeit, Unabhängigkeit und finanzielle Sicherheit zu fördern  und ihnen somit zu ermöglichen, auf eigenen Beinen zu stehen.

In Kamerun haben wir mit ADDC einen verlässlichen Partner.

Durch die Vernetzung und Kooperation mit lokalen Betrieben und der staatlichen Arbeitsagentur ist die Ausbildung praxisorientiert und wird die Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt für die Ausgebildeten deutlich verbessern. Für eine fundierte, handwerkliche Ausbildung ist es uns besonders wichtig zu  gewährleisten, dass die Werkstätten gut ausgestattet sind um den Berufsschülern sowohl das Erlernen des Umgangs mit den Maschinen als auch mit Computern zu ermöglichen.

Jährlich sollen mindestens 80 benachteiligte Jugendliche eine Ausbildung aufnehmen können, mit der sie mittels eines qualifizierten Abschlusses nach dem Ausbildungslehrgang von zwei Jahren verbesserte Arbeitsmarktchancen haben und ihr Erwerbseinkommen sichern können.

 

 

 

 Bildung für alle in Didango, 2017 Kamerun - Bau einer Schule

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Knapp die Hälfte aller Kinder, die nicht zur Schule gehen, leben in Afrika südlich der Sahara. Kamerun ist von dieser Problematik, insbesondere in den ländlichen Gebieten im Norden des Landes, stark betroffen. In Kamerun liegt die Analphabetenrate laut dem CIA World Factbook bei 28,1 %, wobei auch hier die meisten Analphabeten im Norden des Landes zu finden sind. Frauen sind in Kamerun zu einem sehr hohen Anteil erwerbstätig. Zu großen Teilen sind sie in der Landwirtschaft für die Nahrungsmittelproduktion des Landes zuständig. Trotzdem sind ihre
wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten beschränkt und auch in familiären Angelegenheiten gilt noch immer der Mann als Chef. Im OECD "Social Institutions and Gender Index", der die Kategorien Familienrecht, körperliche Unversehrtheit, bürgerliche Freiheiten, Bevorzugung von Söhnen und Eigentumsrechte beleuchtet, belegt Kamerun Platz 71 (von 86). Dadurch sehen sich der kamerunische Staat und die Gesellschaft nach wie vor mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert.

Das Projekt richtete sich an die ethnische Minderheit der Bororos. Die Familien der Bororo im
Projektgebiet sind meist durch geistige und materielle Armut gekennzeichnet.
Zielgruppe waren Kinder im Grundschulalter und Jugendliche,
insbesondere junge Mädchen und Frauen im Dorf Koufomloum (1700 EW), das ca. 20 km
von der nächstgrößeren Stadt Foumban (120 000 EW) entfernt liegt.

Die Ziele

1. Förderung der Bildungschancen für Mädchen
2. Abbau von Barrieren und Stärkung des Zugangs zu Bildung für die Bororos
3. Qualifizierung von engagierten Frauen als Bildungsmultiplikatorinnen

Ausgangssituation

Knapp die Hälfte aller Kinder, die nicht zur Schule gehen, leben in Afrika südlich der Sahara. Kamerun ist von dieser Problematik, insbesondere in den ländlichen Gebieten im Norden des Landes, stark betroffen. In Kamerun liegt die Analphabetenrate laut dem CIA World Factbook bei 28,1 %, wobei auch hier die meisten Analphabeten im Norden des Landes zu finden sind. Zudem besteht in Kamerun nach wie vor eine deutliche Diskrepanz zwischen bestehenden Gleichstellungsrechten und der Wirklichkeit. Frauen sind in Kamerun zu einem sehr hohen Anteil erwerbstätig. Zu großen Teilen sind sie in der Landwirtschaft für die Nahrungsmittelproduktion des Landes zuständig. Trotzdem sind ihre wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten beschränkt und auch in familiären Angelegenheiten gilt noch immer der Mann als Chef. Im OECD "Social Institutions and Gender Index", der die Kategorien Familienrecht, körperliche Unversehrtheit, bürgerliche Freiheiten, Bevorzugung von Söhnen und Eigentumsrechte beleuchtet, belegt Kamerun Platz 71 (von 86). Dadurch sehen sich der kamerunische Staat und die Gesellschaft nach wie vor mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert.

Errichtung des Schulgebäudes

Das neue Gebäude wurde mit seinen beiden Klassenräumen auf einer Grundfläche von 176 qm errichtet. Seine sichere und stabile Bauweise bietet den Schülern Lernräume mit Schutz vor der Witterung. Die Hilfstätigkeiten beim Bau wurden größtenteils von den Eltern und jungen Männern im Projektgebiet übernommen. Für Facharbeiten, wie die Errichtung von Mauern, Dächern und Schalungsarbeiten, wurden Fachkräfte eingestellt. Ein erfahrener Bauleiter übernahm die fachliche Begleitung und koordinierte den Baufortschritt. Zwei erfahrene Personen unserer Partnerorganisation ADDC haben das Projekt geleitet und überwacht. Nicht zuletzt wurden vierzig neue Schulbänke vor Ort beschafft.

Wir führten eine Sensibilisierungskampagne für Eltern, insbesondere der Bororo-Familien durch

Im Projektgebiet wurden die Familie über die Wertstellung der Bildung informiert sowie die Notwendigkeit eines gleichberechtigten Zugangs für Jungen und Mädchen zu Primärschulbildung und einer fundierten weiterführenden Schulausbildung aufgeklärt.

Es fanden Fortbildungsreihen für engagierte Frauen, für den Schulförderverein und das Entwicklungskomitee des Dorfes statt.

Gefördert durch

BMZ

 

 

 

 

Bildung für alle in Didango, 2016 Kamerun

 

Ziel des Projektes ist es, die Bildungsqualität und die Weiterbildungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Didango, Bafole, Mapare und Koumelap durch die Erweiterung der Aufnahmekapazität der vorhandenen Bildungseinrichtungen zu verbessern.

 

 Grundsteinlegung Didango I

Im Dorf Didango herrscht, wie in vielen anderen Dörfern des Bezirks Koutaba, ein großer Bedarf an Bildungsinfrastruktur. Die Schullaufbahn vieler Kinder in Didango endet bereits nach der 6. Klasse, da die Kapazitäten der Sekundarschule nicht ausreichen und viele Familien nicht in der Lage sind, ihre Kinder in das zwölf Kilometer entfernte College in Koutaba zu schicken. Die Sekundarschule verfügt nur über zwei Klassenräume, die, durch Sperrholzwände getrennt, vier Teilräume ergeben. Hier werden zurzeit 240 SchülerInnen (je 60 pro „Klassenzimmer“) auf engstem Raum unterrichtet.

Außerdem existiert in Didango ein Raumnutzungskonflikt zwischen der Grundschule und der Kindertagesstätte. Seit 3 Jahren nutzt die Kindertagesstätte einen Raum der örtlichen Grundschule, doch durch die stetig steigende Nachfrage an der Grundschule wächst der Platzbedarf.

Der Erhalt der Kita ist jedoch für die Eltern sehr wichtig, da sie sonst ihre Kinder mit auf die Felder nehmen müssten.

Dies soll durch den Bau von zwei zusätzlichen Schulgebäuden mit jeweils zwei Klassenräumen an der Sekundarschule erreicht werden. Die neuen Klassenräume sollen mit insgesamt 120 Schulbänken ausgestattet werden, zusätzlich werden mindestens 4 neue Lehrkräfte eingestellt.

An der Grundschule soll ein neues Gebäude mit zwei Räumen errichtet werden, welches die Kindertagesstätte zukünftig nutzen kann. Außerdem müssen für eine Schule in dieser Größe sanitäre Anlagen errichtet werden.

Die Gebäude werden auf einer sicheren und stabilen Bauweise basieren, welche den örtlichen Normen entspricht, und den Schülern Schutz vor der Witterung bietet.

Die Bauarbeiten und die dazugehörigen Hilfstätigkeiten werden größtenteils ehrenamtlich von den Eltern und jungen Männern im Projektgebiet übernommen. Ihnen wird eine fachliche Begleitung und erfahrene Bauleiter zur Seite gestellt.

Um den Bau und die Ausstattung der neuen Schulgebäude finanzieren zu können fehlen derzeit noch Baumaterialien im Wert von 1500€. Außerdem ist der Bau der dringend benötigten Schultoiletten noch nicht finanziert.

Jährlich sollen rund 80 Kinder im Vorschulalter, 180 Grundschulkinder und 240 Kinder der Sekundarstufe 1  von dem Projekt profitieren.

Durchgeführt wird das Projekt von NARUD e.V. und seiner Partnerorganisation ADDC in Kamerun, mit der schon ähnliche Projekte erfolgreich durchgeführt wurden und seit Jahren eine sehr gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe stattfindet (mehr dazu unter NARUD e.V.). Zwei erfahrene Personen von ADDC werden das Projekt leiten, begleiten und überwachen.

 

Gelesen 1216 mal Letzte Änderung am Dienstag, 21 Februar 2017 11:57
NARUD

NARUD e.V. steht für Network for African Rural and Urban Development und ist seit 2005 tätig. Wesentliche Schwerpunkte der Arbeit sind Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Der Verein ist in der entwicklungspolitischen Landschaft gut vernetzt, so ist NARUD e.V. Mitglied des Berliner Entwicklungspolitischem Ratschlags, ist im Vorstand vom moveGlobal und Mitlgied im Netzwerk Globales Lernen von EPIZ. Weiterhin arbeitet der Verein mit vielen unterschiedlichen Initiativen, wie Bengo, GIZ, CIM auf nationaler oder mit der „Association pour le development durable du Cameroun“ (ADDC) auf internationaler Ebene zusammen.

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